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Gemeinde Mellikon

Amphibienzug - temporäre Sperrung Rooswisstrasse

Im Jahre 2008 wurde die Bewilligung für die Rekultivierung und den Restabbau für die Kiesgrube Wiesenächer in Mellikon erteilt. Teil dieser Abbaubewilligung war die Realisierung einer Gestaltung von ökologischen Ausgleichsflächen im Umfang von 20% der Abbaufläche. Diese wurden im Ostteil der Kiesgrube angelegt und waren für die bereits in geringerem Ausmass vorhandenen Amphibien und Reptilien ein Glücksfall. Alle einheimischen Froschlurche (Gelbbauchunken, Kreuzkröten, Geburtshelferkröten, Erdkröten, Grasfrösche, Grünfrösche) mit Ausnahme des Laubfrosches sind dort anzutreffen, ebenso viele Bergmolche. Auch eine Ringelnatterpopulation hat sich gebildet.

So hat sich in den letzten 12 Jahren ein immer grösser werdender Amphibienzug über die Rooswisstrasse gebildet.

Die meisten Erdkröten, Grasfrösche und Bergmolche verbringen ihr Leben im nahen Wald am Tägerbach, auf der anderen Seite der Rooswisstrasse, und wandern anfangs Frühling über Strasse und Bahn zur Laichablage zu den Tümpeln und Weihern im nahen Naturschutzgebiet. Da in den ersten nassen und warmen Zugnächten im Februar viele Amphibien gemeinsam ziehen, entsteht beim Überqueren von Strasse und Bahn jedes Jahr ein Massaker mit sehr vielen toten Tieren.

Beim Kanton, bei der SBB und der Gemeinde war man sich der Bedeutung dieses vielseitigen Amphibienstandortes bewusst und gemeinsam wurde nach Lösungen gesucht, wie die Tiere möglichst gefahrlos zum Laichgewässer gelangen können.

Vom Kanton wurden die Weiher saniert, damit diese weniger schnell austrocknen. Spezialisten von der SBB haben an den Schienen Abweisbleche montiert und Durchlässe im Schotter ausgespart, damit die Tiere unter den Schienen durchkriechen können.

All diese Massnahmen erhöhen das Überleben der ansässigen Amphibienpopulation. Eine Gefährdung für die Wanderung der Frösche und Kröten zu ihren Laichplätzen bleibt allerdings noch, nämlich die Überquerung der Rooswisstrasse. Trotz der aufgestellten Warntafeln findet ein jährliches Gemetzel statt, mit zig platt gefahrenen Amphibien.

Somit möchte nun, nach Kanton und SBB, auch noch die Gemeinde ihren Beitrag zum besseren Schutz des Amphibienzuges leisten.

Der Gemeinderat hat beschlossen, in den Zugnächten die Rooswisstrasse für den Verkehr zu sperren.



Datum der Neuigkeit 29. Jan. 2020
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